Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Grünstadt-Eisenberg am 2. November im Bistro gut besucht.

Mitgliederversammlung der Lebenshilfe 2023

 

Am 2. November fand die jährliche Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Grünstadt-Eisenberg statt. Bei nasskaltem Novemberwetter fanden sich 23 Mitglieder und Mitarbeiter der Lebenshilfe in den Räumlichkeiten des Bistro Lebensreich ein. 

Sebastian Baierl, der erste Vorsitzende, hat als ersten Punkt eine Erhöhung des Mindestbeitrages anzukündigen. Er erklärt, dass sich die Abgaben an den Landesverband und die Bundesvereinigung seit der letzten Anpassung in den vergangenen 8 Jahren deutlich erhöht haben. Der Ortsverein schlägt deshalb vor den eigenen Mindestbeitrag pro Mitglied von 40€ auf 50€ zu erhöhen. Außerdem soll es künftig auch eine Familienmitgliedschaft und einen reduzierten Beitrag für Menschen mit Behinderung geben. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Im Weiteren ging er in seinem Bericht auf die schwierigen Verhandlungen auf Landesebene über die Pflegesätze für den Förderbereich und die Kostensätze im Inklusionsfachdienst ein, betonte aber, dass man trotz dieser teils schwierigen Diskussionen weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit dem Kreis Bad Dürkheim pflege. Frau Heindl ergänzt, dass leider die Verhandlungen auf Landesebene speziell für den Bereich der unter 18-jährigen dieses Jahr wieder gescheitert sind und man sich mit dem Kreis Bad Dürkheim wahrscheinlich noch ein weiteres Mal auf eine pauschale Erhöhung einigen wird.

Baierl fährt fort mit den neuesten Entwicklungen im Bereich des geplanten Anbaus an den Schlafraum der Kita. Die Planungen laufen auf Hochtouren. Aktuell sucht man nach einer Lösung für das Problem der Überschreitung versiegelter Fläche. Auch bei der Nutzungsänderung der AsselheimerStraße ergaben sich zusätzliche Anforderungen im Bereich Brandschutz, welche zusätzlichen Aufwand bei allen Beteiligten bedingen. Im Weiteren kündigt er noch das Lebenshilfe Fest 2024 an, welches im kommenden Jahr am Samstag, dem 29. Juni stattfinden soll und erneut bis in den Abend hinein geplant werden soll.

Heindl fährt fort mit einem Bericht zur GmbH und erklärt das durchwachsene Ergebnis des vergangenen Jahres. Grund sind unter anderem die Ausläufer von Corona und die damit verbundene Zurückhaltung in der Gastronomie. Zugleich stimmt sie aber zuversichtlich, dass es im aktuellen Jahr wieder deutlich besser aussieht und man für den neuen Montageservice über die nächsten drei Jahre erfreulicherweise eine Anschubfinanzierung von Aktion Mensch bekommt. Der Landschafts- und Gartenbau erweise sich in diesen Zeiten als stabiler Anker, die Auftragslage ist aktuell weiterhin gut. 

Im Anschluss gaben auch die Leitungskräfte einen kurzen Überblick über ihre Bereiche. Frau Darting erklärte, dass aktuell 88 Kinder die Kita besuchen, davon 26 mit besonderem Bedarf. Alle gemeinsam stellten fest, dass es weiterhin sehr schwierig sei geeignete Fachkräfte zu finden. Ein Ansatz, mit dem die Lebenshilfe gute Erfahrungen gemacht habe, sei die eigene Aus- bzw. Fortbildung von Mitarbeitenden, aber auch der ergänzende Einsatz von ehrenamtlichen Mitarbeitenden. 

Herr Decker zeigt sich erleichtert, dass bei den Offenen Hilfen im Freizeitbereich, nach der Berg- und Talfahrt in Corona Zeiten, wieder weitgehend Normalität eingekehrt ist und berichtet von einer gut gebuchten und gelungenen Flugreise nach Spanien in diesem Jahr. Der Bereich betreutes Wohnen hat sich stark vergrößert, insbesondere bedingt durch das neue Lebenshilfe Wohnhaus. 

Frau Mattheis, Leiterin der ambulanten Autismusberatung, zeigt sich sehr zufrieden mit der Annahme der Beratungsangebote. Die Kunden nehmen teilweise sehr lange Fahrzeiten in Kauf, weil es schwierig sei, geeignete Angebote in der Region zu finden. Enttäuscht berichtet sie, dass leider kein soziales Kompetenz Gruppentraining umgesetzt werden konnte, da der Kostenträger aktuell keine neuen Angebote dieser Art schaffen kann. 

Die Leiterin des Inklusionsfachdienstes, Frau Giel, berichtet von den Herausforderungen, die sich durch krank werdende Kinder bzw. Inklusionsfachkräfte ergeben. Um dies besser zu managen, gibt es ein neues Vertretungssystem. Ansonsten ist auch in diesem Bereich die Nachfrage nach den Angeboten sehr hoch und auch der Einzugsbereich ist beachtlich. 

Sokolowski-Kühn, der Schatzmeister des Vereins, ist mit dem finanziellen Abschluss des Jahres 2022 im Allgemeinen zufrieden, weist aber darauf hin, dass es eine signifikante Rückstellung gibt, auf Grund zu viel bezahlter Pflegesätze im vergangenen Jahr. In Summe sei die Bilanz, welche ihr Volumen durch den Bau des Wohnhauses mehr als verdoppelt habe, aber gesund und der Überschuss sei ein gutes Polster für die kommenden Jahre. 

Um 21 Uhr schließt Baierl schließlich die Veranstaltung und bedankt sich bei der Geschäftsführung, beim Leitungsteam und bei den Mitgliedern des Vorstandes für ihr Engagement im vergangenen Jahr.